Freitag, 16. Januar 2009
Frei!
Am frühen Nachmittag legte ich mich erneut hin, schlief ein, blieb liegen, masturbierte und ging letztendlich doch nicht mehr arbeiten. Ich war satt, müde und schlecht gelaunt. Sechs Tage am Stück arbeiten, dass erschien mir ausreichend. Ich war erschöpft von dem bisschen Telefonieren. Es schlaucht. Oder bin ich nur faul?
Als der Abend fortgeschritten war, klingelte meine Freundin Anke. Das ist viel besser als ein wildfremder Couchsurfer, wo man vorher nie weiss, was man kriegt und wofür man sich einschränkt. Sie besucht mich gelegentlich. Mein Kontakt zur Heimatfront. Anke hat geschäftlich in Berlin zu tun und übernachtet dann gern bei mir. Immer ein schöner Abend, auf den wir uns freuen. Wir gehen dann meistens ein wenig aus, damit sie mal was erlebt. So auch gestern.
Im letzten Jahr hat sie hat ein Baby bekommen. Ein Kleines. Niedliches. Den Bruno. Ein Kind das jetzt schon läuft und spricht.
Inzwischen kann er schon mal eine Nacht ohne seine Mutter aushalten. Sie hat natürlich einen Lebenspartner. Und ein abgeschlossenes Studium. Und Pfirsichhaut.
Wir tranken Tee und erzählten uns die allerneuesten Neuigkeiten.
Ich musste nicht soviel erzählen, denn sie liest praktischerweise mein Tagebuch und freut sich auch immer wenns erscheint, sagt sie. Ein Vorteil.
Später gingen wir noch in Henris Bar. Dort war allerdings ziemlich tote Hose auf den Donnerstag. War aber nicht so schlimm.
Henri war da, der Besitzer, Mark, eine Photografin und ein Schweizer. Das gab eine kleine Gesprächsrunde und ich führte Anke die SM- Gerätschaften vor, was sie mit auch mit geheucheltem Interessen ansah und geschwind abnickte. Das kennt sie schon von früher. Man kann reden wie man will, sie bleibt dabei, fesseln, schlagen, Natursekt, alles nichts für sie. Na gut.
Wir tranken zwei Bier und dann drapierte ich sie auf meinem Sofa, wo sie gut schlief und hoffentlich nicht heimlich mein Tagebuch las, welches ich sträflich vernachlässige, jetzt wo ich euch habe, als Audienz. Darüber habe ich mir immer grosse Sorgen gemacht, früher, ob jemand heimlich mein Tagebuch lesen könnte.
Morgens Frühstück mit Brötchen.
Es ist nun also mein Wochenende und ich musste nach dem Morgenmahl schon wieder schlafen. Nun werde ich meine Höhle verlassen, kann sein ich gehe mal was einkaufen, einen BH, ein schickes schwarzes Kleid oder so. Immer in schwarzen Jeans zu Henris geht ja auch nicht auf die Dauer. Und ein paar Bilder will ich schiessen, auf Vorrat, bei Dussmann lesen und heute abend gehe ich mit Tommy in die Volksbühne. Dort läuft ´Gefühlssache Revolution´ mit der bolschewistischen Kulturkapelle Schwarz-Rot.
Das wird ein Qualitätstag. Auf geht´s.

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danke
für den schönen Abend und auch Morgen, auch wenn du versprochen hast, nicht wieder ins Bett zu gehen...

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