Sonntag, 4. Januar 2009
Ewig kann kein Winter sein.
Es ist Sonntag. Langsam bin ich durcheinander mit den Wochen- und Festtagen. Ich habe schon zu lange frei, seit 15ten Dezember. Es widert mich nach und nach bedenklich an.
Im Bett liegen ist sicherlich auch mal schön, doch steht mir der Sinn extrem nach Knuffe. Ich will endlich wieder arbeiten gehen. Und rauchen. Und gesund sein.
Ich habe keine sehr gute Laune und fühle mich jetzt schon verpflichtet mich hier zu entblössen, als ob alle warten würden, auf meine kläglichen Erlebnisse.
Und dann sagen sie, auf ihre pingelige Art: ´Die Komma sind ja heute wieder besonders falsch gesetzt` und `Zahlreiche Flüchtigkeitsfehler haben sich wieder eingeschlichen.´
Und ich sage: Papperlapapp.




Und mein Bruder hat auch gesagt: Jeden Tag ist wirklich nicht nötig, nur wenn was Berichtenswertes passiert und du Lust hast. Und da hat er auch wieder recht.
Gestern bin ich noch fix in das nahegelegene Yorckkino entkommen. Keine so blendende Idee, denn ich litt während des Films an Hustenreiz und meine Sitznachbarn schauten mich mit ihren kullernden Glotzaugen vorwurfsvoll an, was mir durchaus missfiel. Bei Neuschnee nach Hause gelaufen, dabei eingezuckert worden und ab ins Bett.
Ich habe Vicky Cristina Barcelona gesehen. Ich habe gelacht. Innerlich.
Ich persönlich mag die Filme von Woody Allen ohnehin gerne. Und mit Scarlett
Johansson, Penelope Cruz, Rebecca Hall und Javier Bardem in Barcelona kann man ja auch nicht viel falsch machen. Javier Bardem als Juan Antonio Gonzalo hat mit jeder der Frauen gebumst.
Mir gefiel´s. Soll aber viel schlechte Kritik bekommen haben.

Tja. Sonst war nichts.

Ich werde mich wieder in eine Putzkolonne verwandeln, Mensch. Was hier über die Jahre liegengeblieben ist.

Blogger.de ist wirklich angenehm zu bedienen und praktisch. Schön, dass es sowas heut noch gibt.

Dann ging ich noch nach Berlin Mitte, denn ich war bei meinem alten, holländischen Freund Paul zu einem Fleischgericht eingeladen. Gemütlich war`s bei ihm, für einen Single Haushalt. Richtiges Sonntagsessen gab´s, Gulasch mit dicken, weissen Bohnen und Spätzle. Auch schauten wir uns alte Fotos von ihm an, als er noch Lehrer war, Kabarettist, Klavierspieler, verheiratet und vieles mehr.
Paul de Haan ist wirklich ein kleiner Schuft mit gutem Riecher und plötzlich auch manchmal riesigem Erfolg.
Ich, als Deutsche, finde seinen Akzent wirklich putzig.
Früher verkaufte er vor allem zuckersüsse, karamelige Waffeln, Stroopwafels auf der Oranienburger Strasse oder auf Märkten, www.waffelpaul.de, er tut es noch, auf Verlangen und heutzutage führt er niederländische Busreisende durch Berlin, für ein Schweinegeld und verkauft ihnen überteuerte Reisebroschüren. Hut ab.
Und er hat auch mal im Callcenter gearbeitet. Man kann´s also nicht sagen.


Auf dem Weg dorthin gelang mir diese herausragende Momentaufnahme unserer Spree.


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Samstag, 3. Januar 2009
Wie es so weiterging.
Die Suppe war nicht besonders und mein Gast auch nicht. Mein Krankenbesuch. Es strengte mich an und ich bekam kaum Luft. Atemnot.
Ich war genervt und unleidlich. Wenigstens liess er sich relativ unkompliziert aus der Wohnung entfernen. Nicht wahr, Detlef?
Ich legte mich hin und schaltete auch die Glotze ein.
Später habe ich noch einige Minuten geweint, Entzugserscheinungen und so normale Verzweiflung. Das hat die Nase befreit und war super.
Also so schwer krank war ich seit Jahren nicht.
Ich hab mal unter Lungenentzündung geschaut, Pneumonie. Das ist es aber nicht, glaub ich.
Ist Bronchitis. Keinesfalls ein gewöhnlicher Husten.
Meine Familie drängte mich beim obligaten Telefonat, in grosser Sorge, zum Arztbesuch.
Aber: Ein richtiger Mann geht erst zum Arzt, wenn er tot ist.
Ich war seit Jahren nicht. Wird schon wieder.
Obwohl, Frauenarzt wäre schon mal wieder an der Reihe.
Und mehr als 50 Stunden rauchfrei. Fortschritt.
Gerade 40 popelige Leser haben sich zwischenzeitlich bei mir eingefunden. Grübel. Man tritt hier ja auch gegen recht zahlreiche Konkurrenz an. Ich werde mich stärker anstrengen müssen. Meine Bemühungen um treue Fans steigern. Oder ich sage noch mehr Bekannten Bescheid oder ich warte erst mal ab.
Auf der anderen Seite komm ich dann nicht in Zugzwang, immerzu grandiose Unternehmungen zu veranstalten, damit man mich nicht für langweilig hält oder dergleichen, ich enttäusche also nur Wenige.
Heute verpass ich jedenfalls Hirsch- und Rehbraten mit Thüringer Klössen im Ratskeller zu Ilmenau. Und das Kaffeetrinken mit der Familie, besonders meiner Omi. Schon schade.
Naja, bin eh einen Hauch zu dick. 59,9 kg auf 1,72, bei etwas Speck am Bauch, Bauchspeck.

Keine Besonderen Pläne für den Tag. Wahrscheinlich den Koben auf Vordermann bringen. Es gibt immer was zu tun.

Ich habe Fotomotive gesucht: Was ich gefunden habe:

Der Kreuzberg mit Schinkeldenkmal.




Der Kreuzberg mir rodelnden Kindern.



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Freitag, 2. Januar 2009
Jammern über gesundheitliche Situation und Anderes.
Hallo!
Hat es doch geschneit und liegt eine zarte Schicht dort draussen! Sensation! Mensch, dass habe wir selten in Berlin! Ruf ich mal Luisa an, zu fragen, ob sie mit mir da durch stapfen will?
Wäre auch meiner Erkältung zuträglich, die immer noch ziemlich schlimm ist, etwas eine winterliche Brise.
Grünen Schleim entfleucht der trockenen schuppigen Nase, wenn ich puste, in den Lungenflügeln heftiges, saftiges Rasseln. Hustenreiz. Kennt ihr sicher auch.
Da hab ich sicher nicht geraucht, war auch gar nicht mal so kompliziert
Noch ein bisschen Vitamin C einführen – fertig.

Da kann ich froh sein, dass ich Freiberuflerin bin.
Obwohl, Montag könnt es wieder gut sein, ich arbeitsfähig.
Morgen wollte ich eigentlich nach Ilmenau fahren, denn meine Oma Helga hat am 3ten Jänner ihren runden Geburtstag .Ihren 80ten.Die Gute.
Sie wohnt zwar in Finsterwalde, ja genau, in der Niederlausitz, feiert aber bei meiner Frau Mama und ihrem lieben Mann, meinem Stiefvater Kurt.
Sie hätte zwei Bücher in Grosschrift gekriegt . Sie liest gern. Vielleicht hätte sie auch noch eine Flasche Klosterfrau Melissengeist von mir bekommen? Das wurde mir geraten. Aber wozu? Zum einreiben? Was ist es wohl, was die Pensionäre zu schätzen wissen? Ich habe keinen blassen Schimmer.
Hilfe, ich muss ja nun leider absagen. Sie wird’s verkraften, aber traurig wird sie sein. Ich bin nämlich ihre liebste Enkelin, ist klar. Besuche ich sie mal extra, freut sie sich vielleicht noch mehr. Ich will ja auch niemanden anstecken oder mit meiner Wehleidigkeit bekümmern.
Meine Mutter schimpft dann auch immer und behauptet dann, ich hätte mich wieder nicht warm genug angezogen. Ich hingegen glaube, dass dünnes anziehen dem Körper eher Abhärtung bringt und man sich nur vor den bazillenübertragen Mitbürgern und Kollegen in Acht nehmen sollte.
Auch meine Freunde, befreundete Familien in Lehmannsbrück hätte ich gerne besucht. Ein anderes Mal.
Gut heute Abend besucht mich Detlef – lange nicht gesehen, das Herzchen, entfernter Freund von mir. Er wird abwaschen, hat er angeboten und nicht in meiner Anwesenheit rauchen, hat er gesagt.
Ich kaufe jetzt Milch.

Tot ziens – auf Wiedersehen!

Tagsüber viel geschlafen, geruht, gelesen und auch etwas geputzt, falls sich mal ein irrer Mann in meine Wohnung verirrt, eingekauft, obwohl grosse Schwäche und nahe der Ohnmacht und natürlich selbst gespült. Eine Hühnersuppe vorbereitet, für mich und meinen Gast
Gelesen habe ich: Adam Soboczynski: Die schonende Abwehr verliebter Frauen oder die Kunst der Verstellung und Celia Fremlin: Klimax oder Ausserordentliches Beispiel von Mutterliebe
Beides nicht verkehrt. Beide habe ich noch nicht durch.
Na gut, dass Buch von Herrn Soboczynski habe ich neulich, sind ja nur Kurzgeschichten, schnell bei Dussmann fast ausgelesen und dann unauffällig wieder hingestellt.

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